
Zur
aktuellen Debatte zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote
in Unternehmen gibt die Bezirksvorsitzende der LIBERALEN FRAUEN Düsseldorf
und Mitglied des Vorstandes der Liberalen Frauen NRW Hannelore
Hanning folgendes zur Kenntnis: Der Landesverband der LIBERALEN
FRAUEN Nordrhein-Westfalen positioniert sich klar für die
gesetzliche Einführung einer flexiblen Frauenquote in börsennotierten
Unternehmen, sofern die freiwillige Selbstverpflichtung
bis 2018 ohne beachtliche Ergebnisse abläuft. Ein Vorbild
könnte Frankreich sein, das im Januar eine Quote einführte.
Um den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, seien
nicht nur gezielte Fördermaßnahmen wie beispielsweise bessere
Kinderbetreuung, familienbegleitende Kinderbetreuung und flexiblere
Arbeitszeiten notwendig, sondern auch die Einführung einer
flexiblen Frauenquote in Unternehmen. Seit zehn Jahren gibt
es eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen ohne
nennenswerte Erfolge. Einer Studie des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge beträgt in Deutschland
der Anteil von Frauen in Vorständen der 200 größten Unternehmen
lediglich 3,2 Prozent. Nur 29 der insgesamt 906 Vorstandsposten
wurden 2010 von Frauen besetzt. Bei den DAX-Unternehmen ist
der Anteil noch geringer. Dies sei ein unhaltbarer Zustand,
so die Bezirksvorsitzende Hannelore Hanning. Vorbildhaft ist
der Mittelstand. 40 Prozent der mittelständischen Unternehmen
werden von Frauen gegründet und die Quote weiblicher Führungskräfte
liegt schon bei über 25 Prozent. Falls bis Jahresende die
Konzerne nicht selbst aktiv werden, will auch die EU-Kommission
rechtliche Vorgaben für eine Frauenquote in Aufsichtsräten
erwägen. In Deutschland werden die Stimmen nach einer gesetzlich
geregelten Frauenquote immer lauter. Der Koalitionsvertrag
von CDU/CSU und FDP betont das Ziel der Erhöhung des Anteils
von Frauen in Führungspositionen. Die Ziele des Bundesgleichstellungsgesetzes
und des Bundesgremienbesetzungsgesetzes werden unterstützt
und mit Nachdruck verfolgt, so Hanning.